Rahmenprogramm

Neben zwei Konzerten im Jahr bietet signalegraz in unregelmäßigen Abständen in Zusammenarbeit mit Studierenden, KUG-Mitarbeitern, Lehrenden und geladenen Gästen Sonderveranstaltungen an, die sich dem weit gespannten Themenfeld der Reihe widmen.
signalegraz Lecture
Mittwoch, 21.04.2021
18:00 Uhr - online - Vimeo and Zoom links: https://almat.iem.at/signale.html
Algorithms that Matter
Concluding presentation of the Almat project
Algorithms that Matter (Almat) is an artistic research project that aims at understanding the increasing influence of algorithms, translating them into aesthetic positions in sound. Throughout Almat, we built new perspectives on algorithmic agency by subjecting the realm of algorithms to sonic experimentation and diffractive reading, working on several sound and intermedia pieces, inviting guest artists to participate in artistic research residencies, and collaborating with national and international partners to organise events such as workshops and new formats in artistic research around the topics of Almat. The vast collection of materials coming out of these instances was developed in the form of a Continuous Exposition, a network of pages on the Research Catalogue platform: texts, sketches, sounds, images, videos, transcriptions, code. In the past year, all these materials were annotated with meta data, and a parser software was developed to store the data in the form of a novel search engine accessible at metaexpo.almat.iem.at.
In 2020, Almat collaborated with the project Algorithmic Segments, a parcours in the context of Graz Kulturjahr 2020 that presented various positions in sound art and digital art, spread across gallery and museum spaces in the inner city of Graz. During the Signale Lecture, a short version of the Algorithmic Segment video documentation will be featured.
- Almat team: Hanns Holger Rutz, David Pirrò, Daniele Pozzi
- Guest artists: Ron Kuivila, Erin Gee, Jonathan Reus, Luc Döbereiner, Ji Youn Kang
- Meta Exposition software: Luc Döbereiner
- Video documentation Algorithmic Segments: Victor Jaschke
Algorithms that Matter ran within the framework of the Austrian Science Fund (FWF) – PEEK AR 403-GBL – and was funded by the Austrian National Foundation for Research, Technology and Development (FTE) and by the State of Styria. It was hosted by the Institute of Electronic Music and Acoustics (IEM) at the University of Music and Performing Arts Graz.
signalegraz Lecture
Donnerstag, 10.11.2017
18:00 Uhr - MUMUTH GRAZ (Lichtenfelsgasse 14, Ligeti-Saal), Eintritt frei
Lucie Prod'homme (Conservatory of Perpignan)
Composing Silence
signalegraz Masterclass
Samstag 18.04.2015, 10.00 Uhr
mit Agostino Di Scipio
im CUBE, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Inffeldgasse 10/3, 8010 Graz.
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signalegraz Lecture
Donnerstag, 16.04.2015
18:00 Uhr - MUMUTH GRAZ (Lichtenfelsgasse 14, Proberaum), Eintritt frei
Agostino Di Scipio (Conservatory of L’Aquila)
AUDIBLE ECOSYSTEMICS
AUDIBLE ECOSYSTEMICS is the title of a series of works including both live-electronics performance pieces and sound installations. In this concert, the main three performance pieces are presented. The compositional challenge consists in shaping out desirable interactions among the audio equipment (several loudspeakers and microphones, and a programmable digital signal processing computer) and the acoustics specific to the given room. Sound is experienced here not only as a material to work with, but as the medium of information that drives the processes by which it is generated and developed. Thus, the resultant network process implements a form of self-organization driven by the room acoustics and other contingencies (technological infrastructure, the logistics of the room, etc.). The peformer supervises the ‘structural coupling’ between the equipment and the room environment, and enters their mutual interactions by creatively exploring the emergent sonorities. A good performance is when the composed array of interactions goes through a large variety of system states, resulting in a variety of shapes and gestures of different pace and rhythm, sonic dusts and abrasive residues of varying density, intermittence phenomena and larger developments spanning across several time scales.
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signalegraz Soirée
Montag, 28.10.2013
18:00 CUBE, IEM, Inffeldgsse 10/3
Prof. Dr. Daniel Gethmann (TU Graz, IAKK - Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften) "Materialität der Medien"
Medien sind – nach einer häufig wiederholten Auffassung – auch deshalb als immateriell zu beschreiben, weil sie dazu neigen, sich hinter ihren Wahrnehmungsebenen und Displays selbst unsichtbar zu machen. Der Vortrag diskutiert aus medientheoretischer Sicht demgegenüber die Möglichkeiten, die sich der Erkenntnis bieten, wenn Medien in ihrer Materialität wahrgenommen und in ihrer Genealogie untersucht werden.
MMag. Daniel Mayer (KUG, Institut 17, Elektronische Musik und Akustik) "Granularsynthese im kompositorischen Prozess"
Die Gestaltung der Mikrozeit, von Stockhausen in "... wie die Zeit vergeht ..." vor mehr als einem halben Jahrhundert theoretisch vorweggenommen, von Xenakis, Truax und Roads praktisch erforscht und weiterentwickelt, hat sich in der kompositorischen Praxis mittlerweile in selbstverständlicher Weise etabliert. Insbesondere seit den 90er Jahren erfreuen sich Granularsynthese und verwandte Verfahren großer Beliebtheit.
Der Vortrag thematisiert technische und kompositorische Aspekte meiner persönlichen Erfahrungen mit Granularsynthese in Werken für akustische Instrumente und Elektronik.
signalegraz Soirée
Montag, 24.06.2013
18:00 CUBE, IEM, Inffeldgsse 10/3
Univ.Prof. Dr. Christian Utz (Institut 1 – Komposition) "Aspekte einer performativen Analyse post-tonaler Klangorganisation – Zur Interaktion von Mikro- und Makroform bei Kurtág und Sciarrino"
Im Rahmen des Forschungsprojektes A Context-Sensitive Theory of Post-tonal Sound Organization werden Aspekte der Wahrnehmung und Konzeption post-tonaler Musik systematisch untersucht mit dem Ziel differenzierte Mittel einer „performativen Analyse“ (Nicholas Cook) zu entwickeln. Analyse dient hier nicht nur dazu, kompositorisch „gesetzte“ Strukturen aufzudecken oder empirische Hörweisen zu dokumentieren, vielmehr soll eine Verschränkung von produktions- und rezeptionsästhetischen Perspektiven in performativer Weise unterschiedliche, ggf. auch simultan miteinander wechselwirkende Wahrnehmungsmodi auf post-tonale Musik erschließen.
Basis der performativen Analysemethode bilden eine kulturgeschichtliche Diskussion der Musik- und Klangwahrnehmung, eine morphologisch fundierte Theorie musikalischer Syntax und explorativ durch Skizzen-, Struktur- und Spektralanalysen sowie durch Hörexperimente gewonnene Analysekategorien und -begriffe.
Im Vortrag werden nach einer kurzen Skizze der methodischen Grundlagen zwei Analysebeispiele zu Werken György Kurtágs und Salvatore Sciarrinos vorgestellt, in denen die Interaktion zwischen Mikro- und Makroform im Zentrum steht. Anhand der zwei Fallbeispiele wird diskutiert, wie die performative Analysemethode Synergien aber auch Konflikte mit den von den Komponisten selbst vorgeschlagenen Wahrnehmungsmodellen erzeugen kann.
Mag. art. David Pirró (Institut 17 – IEM) "Interaction Composing – Physikalische Modelle zur Interaktions Gestaltung"
Interaktion ist in der Computermusik in vielen Bereichen, wie z.B. in der Live-Elektronik oder in der Erarbeitung reaktiver Klanginstallationen ein zentrales Thema. Auch dank der technischen Möglichkeiten, die in den letzten Jahren Komponisten und Forschern zu Verfügung stehen, wurden unterschiedliche Herangehensweisen zur Gestaltung von Interaktion entwickelt.
Der Vortrag wird einen kurzen Überblick liefern über Forschungsprojekte im Bereich Interaktionsdesign, die am Institut für Elektronische Muik und Akustik in Graz in den letzten Jahren durchgeführt wurden. Daraufhin wird ein Ansatz präsentiert, in dem physikalische Modelle verwendet werden, um Interaktion von PerformerInnen mit Klangsynthese- und Spatialisierungsalgorithmen zu gestalten. Die besonderen Eigenschaften dieses Ansatzes werden erläutert und diskutiert.
Context-Sensitive Theory of Post-tonal Sound Organization http://ctpso.kug.ac.at
signalegraz Soirée
Montag, 29.04.2013
18:00 im CUBE des Instituts für Elektronische Musik und Akustik, Inffeldgasse 10/3, 8010 Graz.
Dr. Elfriede Moschitz (KUG, Institut 14 – Musikästhetik) "Giacinto Scelsi und Österreich - eine Rezeptionsgeschichte"
Der deutschsprachige Raum ist bis in die Gegenwart für die Scelsi Rezeption von zentraler Bedeutung. Der Schwerpunkt in dem vom FWF (Fonds für Wissenschaft und Forschung) und den Universitäten Kunstuniversität Graz und Innsbruck getragenen zweijährigen Forschungsprojekt "Giacinto Scelsi und Österreich", lag auf der eingehenden Darstellung der Rezeptionsgeschichte sowie der Erforschung des direkten kompositorisch-ästhetischen Einflusses Giacinto Scelsis (1905-1988) auf die weitreichende "KomponistInnenlandschaft" Österreichs.
Mag. art. Martin Rumori (KUG, Institut 17 – IEM) "Interaktivität in Audio Augmented Environments"
Ein "audio augmented environment" ist eine Anordnung, meist ein begehbarer Bereich, in dem die vorhandene auditive Sphäre durch eine weitere ersetzt oder überlagert wird. Der Begriff wurde vor etwa 15 Jahren im Gebiet der virtuellen und erweiterten Realität geprägt. Dort wird "augmented" meist über die technischen Mittel definiert, mit denen eine möglichst nahtlose Überlagerung gelingen soll, also etwa bestimmte Formen der Klangprojektion. Die Bezeichnung "environment" verweist jedoch auch auf eine künstlerische Form, die in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts im Umfeld der Pop-Art und des Fluxus entstanden ist und bei der das Verhältnis eines Kunstobjekts zu seiner Umgebung thematisiert wird.
"Interaktiv" war in den letzten zwei Jahrzehnten fast alles, was Rang und Namen hat. Obwohl der Begriff in den verschiedensten Bereichen inflationär gebraucht wurde, bezog auch er sich meist implizit auf technische Mittel zur sogenannten Mensch-Maschine-Kommunikation. Die ästhetische Beschaffenheit von Werken der Medienkunst wurde mit ihm selten erfasst, obwohl der Duktus seiner Verwendung diese Intention nahelegte.
Im Vortrag möchte ich anhand von Beispielen den Versuch unternehmen, den Blick auf "audio augmented environments" und das, was an ihnen "interaktiv" sein kann, zu erweitern. Lassen sich mit "interaktiv" und "audio augmented" auch qualitative ästhetische Aussagen treffen?
Wie verhalten sich diese zur Beschreibung der technischen Konstellationen?
im Institut für Elektronische Musik und Akustik, Inffeldgasse 10/3, 8010 Graz.
