Musik und audiovisuelle Kunst

Temperatures, 2014 - Artemi-Maria Gioti - Preisträgerin

Foto: Johannes Gellner

Daten der Europäischen Umweltagentur zu den jährlichen Abweichungen der Temperaturen von den sechs europäischen Meeren (vom Baltischen Meer bis zum Mittelmeer) zum globalen Meerestemperaturmittel im Zeitraum 1870 bis 2012 wurden in Ton übersetzt, auf sechs Kanäle verteilt (einer für jedes europäische Meer), die nach algorithmischen Prozessen ein- und ausgeschalten werden, teilweise vor-komponiert, teilweise in Echtzeit kreiert. Das Werk für Mehrkanal-Medien basiert auf der Sonifikation von Daten zum Klimawandel, die von der Europäischen Umweltagentur zur Verfügung gestellt wurden.

Artemi-Maria Gioti ist Komponistin und Forscherin und arbeitet im interdisziplinären Bereich zwischen Kunst, Technologie und Philosophie.

Begründung der Jury: Das Werk besticht durch seine kompromisslose Klangfarbe, sowie die sehr klare Strukturierung der Arbeit. Es stellt eine überzeugende Sonifikation von wissenschaftlichen Daten dar.

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Konzept

Acqua Alta, 2015 - Michael Eisl - Preisträger

Foto: Johannes Gellner

Michael Eisl ist Grazer, hat an der BULME Telekommunikationstechnik abgeschlossen, und danach Psychologie studiert. Er ist Autodidakt auf Klavier, Gitarre, Kontrabass und in Musiktheorie und Produktionsmethoden. Seit 2002 Komponist und Produzent, Auftragskompositionen für Theater, Kurz- und Werbefilme (einige uns bekannte Umwelttechnikfirmen) und Installationen. Konzerte.

Acqua Alta: Klima - Wandel - Jahreszeiten - Vivaldi - Venedig - Hochwasser - Klima

So stellt sich die Assoziationsschleife zu dieser quadrophonischen Klanginstallation dar, deren schlimmstmöglicher Ausgang in diesem Tonstück zu hören ist. Zwischen den Jahreszeiten ist keine Differenzierung mehr möglich; was bleibt ist Einheitsbrei und Kakophonie. Das Wasser steht bis zum Hals.

Begründung der Jury: Das Werk besticht in seiner Originalität durch Frustration und Irritation der Hörerwartungen; dies bei gleichzeitiger Einfachheit der gewählten Mittel. Die Jury weist auch darauf hin, dass Vivaldi diese vier Violinkonzerte 1725 veröffentlichte, dies als Teil seiner Sammlung Op. 8 unter dem Titel „Das Wagnis von Harmonie und Erfindung“.

Konzept

Musik

Eine Reise durch die Zeit, 2016 - Dorit Chrysler / Monique Fessl

Foto: Johannes Gellner

Film über die Live-Performance folgt.

Dorit Chrysler ist gebürtige Grazerin und Wahl-New-Yorkerin. Sie ist eine der wenigen Theremin-Virtuosinnen weltweit. Theremin ist ein 1920 entwickeltes Musikinstrument, und zwar das einzige verbreitete Musikinstrument, das berührungslos gespielt wird und dabei direkt Töne erzeugt. Sein Name geht auf den Erfinder, den Russen Lew Termen, zurück, der sich in den USA Leon Theremin nannte.

Monique Fessl lebt in Graz. Studium der Astrophysik an der Karl Franzens Universität Graz, sie ist seit 20 Jahren Komponistin, Sängerin und Musikerin.

Konzept

Forces of Nature, 2015/2016 - Paul Wolff

In Forces of Nature ist der Ausgangspunkt eine Aufnahme eines singenden Vogels. Mit der Verfremdung und in weiterer Folge "Zerstörung" des Vogelgesangs wird die Zerstörung von Umwelt und Natur durch den Menschen dargestellt.

https://www.dropbox.com/s/tqbi350xdp6zdbd/Forces%20of%20Nature-Stereo.mp4?dl=0

Hier ist der Link zu den Audiofiles:
https://www.dropbox.com/s/diap977yp0q8bjj/Forces%20of%20Nature.zip?dl=0
Bestehend aus einem AmbiSonics 3D Audiofile (29 Channels) + ein Audiofile für 2 zusätzliche Subwoofer und eine Stereo-Version des Stückes.

Konzept