signale graz Soirée

signale graz Soirée

erstellt am 30. Mai 2016

Montag, 30.05.2016, 18:00 CUBE, IEM, Inffeldgasse 10/3

 

Die signale graz Soirées bilden seit 2013 an der KUG ein Forum, in dem der Dialog zwischen den Instituten der KUG und anderen Grazer Universitäten gefördert wird, um so einen intensiveren Austausch der künstlerischen und wissenschaftlichen Interessensgebiete zu ermöglichen. Bei der Veranstaltung werden von den Gästen kompakte Vorträge gehalten, in denen ihre aktuellen Interessen und künstlerischen oder wissenschaftlichen Forschungen dargestellt werden, was dann Anstoß zu gemeinsamen Diskussionen bietet.

 

Wir freuen uns, in diesem Rahmen Dipl.-Soz. Kai Ginkel (KUG, Institut 14) und Univ.-Prof. Dr. Robert Höldrich (IEM) begrüßen zu dürfen.

 

Univ.-Prof. Dr. Robert Höldrich
Bevor uns hören und sehen vergeht – Betrachtung zur akustischen Ökologie 

 

Akustische Ökologie untersucht die Wechselbeziehungen zwischen Organismen und ihrer akustischen Umwelt. In der Soirée werden einige Grundgedanken dieses Ansatzes vorgestellt. Die Veränderungen der uns umgebenden Klanglandschaften, die durch Industrialisierung, Großstädte, Straßenverkehr hervorgerufen wird, und die Auswirkungen auf menschliches, aber auch tierisches Verhalten werden anhand von Beispielen erläutert.


Dipl.-Soz. Kai Ginkel
Noise – Ethnografische Perspektiven auf ein „doing sound“


Kunst oder Krach? Von einander opponierenden Lagern wird das Genre Noise als ein Grenzfall zwischen Musik und scheinbar unartikuliertem Geräusch verhandelt. Dieser Umstand suggeriert, dass ein Erkennen von Musik als Musik nicht solitär, sondern in sozialer Wechselseitigkeit geleistet wird. Die Deutungsvorgänge, die dabei zum Zuge kommen, spielen sich also im Rahmen öffentlicher, hier oftmals konflikthafter Praktiken ab. Dementsprechend wählt der Vortrag die teilnehmende Beobachtung als Werkzeug der Auseinandersetzung: In kurzen Episoden werden ethnografische Schlaglichter auf Noise geworfen, werden Aspekte von Verkörperung und Kompetenz reflektiert. Diese suggerieren schlussendlich eine relationale Verstrickung zwischen dem Konventionellen und dem Unkonventionellen: Erklärte GegnerInnen „können Noise“, und Noise-KünstlerInnen „können Musik“ – in spezifischen Ausprägungen, die den jeweils eigenen Positionierungen zuträglich sind.
Kai Ginkel ist Mitarbeiter im Projekt TransCoding – From ‚Highbrow Art‘ to Participatory Culture an der Kunstuniversität Graz. Soeben schließt er sein soziologisches Dissertationsprojekt Noise – Zu einer Praxeologie des Auditiven an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt ab.



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