IEM Soundreport 02

IEM
2002

Künstlerische Publikation

 

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IEM Soundreports

 

Soundreport 02

 

CD 1

1 Erin Gee: Mouthpiece Remix


I used probability and distribution functions to determine the order of a certain number of samples. The samples usually last between two and four seconds long; they were then layered together in four to six layers. Most of the material is from a solo voice piece of mine entitled 'Mouthpiece'. I am interested in the dislocation between rapid changes of short sounds within something that is slowly changing or static. I wanted to organize a sense of landscape by the details that are repeated against a texture. The piece stimulates its own sense of identity by the repetition of things that are nearby or close-up in the same way that we are able to gain information about our surroundings when traveling in a moving object and looking through a fixed window. mp3  (96 kbit, 2.592 KB, 3´38)


2 Efthimiu Charris: Tipp 3 Efthimiu Charris: Klavier


Ein Versuch die Welt der Sportwetten (System- und Einfachwetten) auf musikalische Strukturen anzuwenden. Die Systemwetten entsprechen den verschiedenen Registern des Tones "A", die Einfachwetten den restlichen Tönen. Zwei Versionen des Stückes beschreiben die strukturelle Umsetzung der Wettsituationen bei unterschiedlichen Spielresultaten. mp3  (96 kbit, 2.786 KB, 3´55)


3 Thomas Amann: head II


"Generierung eines Dauern-Netzes, das aus selbstähnlich strukturierten Ebenen unterschiedlicher rhythmischer Dichte besteht; "Besetzung" dieses Dauern-Netzes nach bestimmten Regeln mit drei Arten von Dauernartikulationen ("ausgefüllt", "angerissen", "löchrig", "leer"); der Weg durch die einzelnen rhythmischen Ebenen hindurch (innerhalb des Dauern-Netzes) wird den Ablauf des Stückes ergeben." mp3  (96 kbit, 2.184 KB, 3´04)


4 Joanna Wozny: 11/4


Das als Ausgang genommene Material - Klang - wird in einzelne Teilstücke zergliedert, die bestimmten, sich wiederholenden Bearbeitungsprozessen (mittels CDP) unterworfen werden. Bei gleichbleibendem Bearbeitungsvorgang vollzieht sich die Veränderung des zugrundeliegenden Klangmaterials aufgrund unabhängig voneinander regulierter Parameterverläufe. mp3  (96 kbit, 2.466 KB, 3´28)


5 Se-Lien Chuang: Algotetrix


Der interaktive algorithmische Gedanke liegt dem Computerspiel Tetris zugrunde. Hier habe ich Töne einer in C zugrundeliegenden Obertonreihe zur Zuordnung der Farben des Regenbogens ausgewählt. Dabei werden die Schwebungen der Töne als musikalische Ereignisse unterstrichen.

Wie im Computerspiel Tetris spielen Zufall und Determinierung eine gestaltende Rolle. In der interaktiven Form wird das Visuelle und das Auditive spielerisch verbunden. Algotetrix lädt einen Interpreten zum Spielen ein. mp3  (96 kbit, 4.344 KB, 6´08)


6 Christian Schiller: es fährt ein zug


aufgrund der im "brockhaus" formulierten definition des begriffes "algorithmus" war mein ausganspunkt eine rechenaufgabe aus der physik. "wie schnell darf ein zug um eine nicht erhöhte kurve fahren, damit die wagen nicht kippen?" nachdem eine ausgangssituation geschaffen wurde, sollen nun von dritten personen geschwindigkeiten als input eingegeben werden. kippen demnach die wagen oder nicht. die fahrt ins ungewisse soll nun das klangliche resultat dieser aufgabe darstellen. mp3  (96 kbit, 2.424 KB, 3´34)


7 Peter Jakober: Fritz - Fritz


Ein Schachspiel zweier Computerengines steuert ein Samplerprogramm an. Den 64 Feldern des Schachbretts werden Klänge, Geräusche zugeordnet, die den Verlauf des Spiels akustisch deutlich machen sollen. mp3  (96 kbit, 3.936 KB, 5´33)





8 Izolda Lewinska: playbackpack


...ist ein rucksack, welcher musik und töne nach bewegung des trägers generiert. das herz der backpacks ist ein microcontroller, der durch impulse von drehwinkelgebern angesteuert wird.

im script stehen die parameter für die tonabfolge in den musicmain- und den musicsubroutinen. töne werden direkt durch am rucksack montierte lautsprecher wiedergegeben. mp3  (96 kbit, 606 KB, 0´49)


9 Pinelopi Messidi: Für Klavier solo Maria Mylaraki: Klavier


Der Reiz liegt für mich in der Entscheidung, wieviele und welche Parameter einer Komposition algorithmisch codiert werden können, sodass der Raum für meine kompositorischen Entscheidungen frei bleibt. Ein Spielwerk so zu konstruieren, das Predetermination und kompositorische Intention nicht als Widerspruch auffassen lässt. mp3  (96 kbit, 5.826 KB, 8´14)


10 Pascal Berger: Tempi


Für das Stück "Tempi" habe ich mir die Aufgabe gestellt, eine polyrhythmische Fläche algorithmisch zu erzeugen, die aus einer Folge sowohl als einer Gleichzeitigkeit von vielen verschiedenen Tempi entsteht. Gleichzeitig hören wir 12 rhythmische Stimmen; jede dieser Stimmen wird von einem verschiedenen Oberton von C (36) gespielt. Eine rhythmische Stimme besteht aus der Folge 90 verschiedenen Einheiten; jede Einheit entspricht einer Dauer (zwischen 1 bis 12 s), die regelmäßig durch 1 bis 12 unterteilt ist; nur die nicht reduzierbaren Fraktionen "Dauer/Unterteilung" wurden behalten, um nur verschiedene Tempi zu erzeugen. Durch 12 Permutationen dieser 90 Einheiten entstehen die 12 rhythmische Stimmen. mp3  (96 kbit, 6.608 KB, 9´21)


11 Daniel Hojka, Sebastian Rieck: Streamed


Streamed ist ein 16 Kanal Ambisonics Stück, im speziellen arrangiert und produziert für den IEM-CUBE. Die Abstraktion von ausschließlich Grazer Klängen in vier Kategorien beherrscht die klangliche Atmosphäre. Sie liefert entsprechend des Arrangements das Grundthema einer klanglichen Impression.

Mit der, an einen Tagesablauf angelehnten Gliederung, erreicht die Komprimiertheit der Ereignisse Struktur und entwickelt eine eigene Dramaturgie. Die Position von streamed schwankt permanent zwischen Projektion und Integration, erzeugt durch Zulassen von allgemeinen Assoziationen, sowie persönlichen Konnotationen. mp3  (96 kbit, 12.474 KB, 17´44)


CD 2

1 Florian Hollerweger, Peter Plessas: VierRichtungstechnische NachLesung


Der Grundgedanke dieser Arbeit ist es, die von uns täglich erlebte Situation einer technischen Vorlesung mitzuschneiden und in einer künstlerischen Arbeit zu verpacken. Die große Faszination von unbewusst wahrgenommenen Klängen ist ein zentrales Element der Arbeit. So setzt sich das Ausgangsmaterial alleine aus den Geräuschen und Bildern im Hörsaal zusammen. Mit Hilfe von verschiedenen Schneidetechniken wurde die Vorlesung zeitlich komprimiert. Während der Aufführung wird die Tonspur mit Klangeffekten (Filter etc.) verfremdet. Durch Auswahl des Aufführungsortes und durch die Echtzeit-Bearbeitung reißen wir das Material aus dem alltäglichem Zusammenhang und machen es dem/der ZuhörerIn so erst bewusst. So wird ein Stück Alltag zu einem Stück Musik, welches nicht mehr Information sondern Emotionen transportiert. mp3  (96 kbit, 16.380 KB, 23´15)


2 Alexis Porfyriadis: F.U.S.A - Etüde über den Krieg


Das Werk "F.U.S.A. - Etüde über den Krieg" ist im Rahmen des Praktikums für Elektronische Musik unter Alberto De Campo während des WS 2000 und SS 2001 komponiert worden. Für die Realisierung der Komposition sind die Programme: Super Collider 2.2.10, Pro Tools 5.1 und SoundMaker verwendet worden.
Die grundsätzliche Idee war ein Stück mit weniger "realen" Sounds als viel mehr synthetisierten zu machen. Alle Sounds die in "F.U.S.A." verwendet wurden sind durch Sc synthetisiert. Einzig allein die im Stück vorkommende Stimme wurde aufgenommen.

Das Stück ist in zwei Teile aufgebaut. Der erste Teil ist ein großes Crescendo mit Klängen, die einen Krieg charakterisieren können; besonders wie die Angriffe der NATO gegen Ex-Jugoslawien (Glocken, Explosionen, Sirenen, Raketen, Hubschrauber, usw). Die Idee war nicht Klänge zu produzieren die ganz "echt" klingen sollten, sondern nur eine bestimmte Erinnerung wachrufen. mp3  (96 kbit, 21.024 KB, 29´51)


3 Daniel Mayer: Studie 0 in computergestützter Klangsynthese


Das Werk ist eigentlich ein Trio, bestehend aus drei virtuellen Instrumenten mit parametrischen Möglichkeiten der Klangmodifikation. Sie produzieren eine Art von traditioneller Instrumentalgestik, die Laufe des Stückes zunehmend dekonstruiert wird. Die Arbeit entstand während des Studiums der elektronischen Musik am IEM Graz bei Alberto De Campo und erhielt beim 22. internationalen Kompositionswettbewerb "Luigi Russolo 2000" in Varese, Italien, den 3. Preis in der Kategorie "elektroakustische Musik".

Verwendete Software: SuperCollider 2.2.7 , ProTools 3.0, Soundmaker 1.0.3 mp3  (96 kbit, 6.726 KB, 9´33)



Entstehung der Stücke in folgenden Lehrveranstaltungen:


1 - 10 der CD 1 in Algorithmische Komposition bei Gerhard Nierhaus

11 auf CD 1 und 1 auf CD 2 in Künstlerisches Gestalten mit Klang bei Winfried Ritsch

2 - 3 auf CD 2 im Praktikum der Elektronischen Musik bei Alberto De Campo


Bestellungen richten Sie bitte an: office@iem.at


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