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Beitrag von nieder- und hochfrequenten Signalanteilen zur kontextuellen Lokalisierungsverzerrung
| Abstract | In dieser Masterarbeit soll untersucht werden, wie der wahrgenommene Azimut einer Schallquelle durch die Anwesenheit und den Azimut einer vorangehenden Schallquelle (Vorläuferreiz) beeinflusst wird. Frühere Studien zeigten kontextuelle Verzerrungen für seitliche Zielreize, in Richtung der Medianebene bei ipsilateralen Vorläuferreizen und in Richtung der Seite bei zentralen Vorläuferreizen. Die Auswirkungen der dazwischen liegenden Azimuten des Vorläuferreizes sind jedoch noch unbekannt. Es soll die Hypothese getestet werden, dass sich für einen bestimmten (noch zu bestimmenden) Vorläuferazimut die seitlichen und zentralen Verzerrungen gegenseitig aufheben und dass dieser Aufhebungspunkt unabhängig vom Zielazimut ist. Darüber hinaus ist der relative Beitrag der nieder- und hochfrequenten Regionen zur kontextuellen Verzerrung nicht bekannt. Die Hypothese lautet, dass interaurale Zeitunterschiede (ITDs) im Niederfrequenzbereich, die als dominante Lokalisierungshinweise bekannt sind, einen größeren Verzerrungseffekt ausüben als interaurale Pegeldifferenzen (ILDs) oder spektrale Hinweise im Hochfrequenzbereich. Um diese Hypothesen zu testen, lokalisieren Hörer den wahrgenommenen Azimut in einer virtuellen audio-visuellen Umgebung mit Hilfe einer Kopfzeiger-Aufgabe. Dabei entspricht der Zielreiz einem 300 ms langen weißen Rauschen und der Vorläuferreiz einem 600 ms langen weißen Rauschen, die beide während des Tests im Azimut variieren. Um den Beitrag nieder- und hochfrequenter Bereiche zur Lokalisationsverzerrung zu untersuchen, werden drei verschiedene Bedingungen getestet: a) Tiefpass-Bedingung (0,5-2 kHz), die hauptsächlich interaurale Zeitunterschiede vermittelt, b) Hochpass-Bedingung (2,8-16 kHz), die sowohl interaurale Pegelunterschiede als auch spektrale Formhinweise vermittelt, und c) Breitband-Bedingung (0,5-2 kHz und 2,8-16 kHz), die die Tiefpass- und Hochpass-Bedingungen kombiniert. Hörerspezifische kopfbezogene Übertragungsfunktionen werden verwendet, um die Stimuli entlang der Azimut-Dimension zu verorten. |
| Autor*innen | |
| Betreuer*innen | |
| Jahr | 2022 |
| Art der Arbeit | Masterarbeit |
| Anmerkung | Psychoakustik |
| Status | laufend |
| Keywords | 3D sound,Audio,audiovisuell,Auditorische Wahrnehmung,Auditory Display,Auditory Virtual Environment (AVE),binaural,Klangspatialisierung,Psychoakustik,Schallquellenlokalisation,Spatial Audio,Virtuelle Realität (VR),Virtuelle Umgebungen |