Abschlussarbeiten

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Hörversuch zur Plausibilität akustischer Modellierungen in virtuellen Umgebungen

Abstract Virtual Reality Umgebungen werden in verschiedensten Anwendungsbereichen wie der Architektur, dem Film, in Computerspielen, in der Bildung, der Medizin und in therapeutischen Methoden zu einem im- mer wichtigeren Faktor. VR Anwendungen konzentrierten sich lange primär auf visuelle Eindrücke. Unbestritten ist allerdings, dass drei-dimensionaler Klang eine bedeutende Rolle bei der Glaubwürdigkeit virtueller Umgebungen spielt, alleine schon aus dem Grund, dass realer Raum vom Menschen maßgeblich über seinen Klang charakterisiert wird. Das Pendant einer VR-Brille für die Augen ist für die Ohren die binaurale Wiedergabe über Kopfhörer. Die Virtualisierung realer Räume mittels Programmen wie Unity oder der Unreal Engine eröffnet neue Möglichkeiten für psychoakustische Untersuchungen, nämlich mit binauralem Rendering in virtuellen Räumen. In der vorliegenden Arbeit wurde die wahrgenommene Plausibilität verschiedener Kombinationen aus visuellen und akustischen Virtualisierungen realer Räume untersucht. Diese Kombinationen wurden von 20 Versuchspersonen mit vier verschiedenen Graden von Bewegungsfreiheit bewertet. Es zeigt sich unter anderem, dass volldynamische akustische Modellierungen mit Ambisonics dritter Ordnung gleich gute Plausibilitätsbewertungen erzielen wie Modellierungen mit siebter Ordnung. Auch eine statische Modellierung des gesamten Nachhalls mittels Faltung einer BRIR erzielt ähnliche Ergebnisse, solange der Direktschall dynamisch präsentiert wird. Wenn der akustisch präsentierte und der visuell präsentierte Raum einen stark unterschiedlichen Größeneindruck vermitteln sinkt die Plausibilität.
Autor*innen Enge, K.
Betreuer*innen Frank, M., Höldrich, R.
Jahr 2020
Art der Arbeit Masterarbeit
URL https://phaidra.kug.ac.at/o:104550
Anmerkung Audiosignalverarbeitung
Status abgeschlossen