Abschlussarbeit

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Virtuelle Raumakustik

AutorInnen Geigl, M., Csonka, I.
Jahr 2004
Art der Arbeit Toningenieur-Projekt
Themenfeld Audiosignalverarbeitung
Abstract Zur Vergrößerung und Überhöhung des räumlichen Eindrucks werden zusätzlich zum Beschallungssystem Mikrofone im Raum angebracht, deren Signale direkt und/ oder über Verhallungseinheiten den verwendeten Lautsprechern wieder zugeführt werden. Dadurch kann das zeitliche und örtliche Auftreten von (künstlichen) Reflexionen und somit die räumliche Energiedichte gesteuert werden. Dabei wird die Nachhallzeit und die Nachhallkurve modifiziert. Je nach Platzierung der Mikrofone unterscheidet man zwischen Inline und Non-Inline Systemen (hier kommt es zur Kombination der beiden Ansätze). Ein kritischer Parameter beim Entwurf dieser Systeme ist der Schleifenverstärkungsfaktor in der "feedback-loop". Im Allgemeinen gilt, je größer dieser Wert gewählt wird, desto größer wird der Raumeindruck, jedoch steigt gleichzeitig die Gefahr der Klangfärbung und Mitkopplung. Ein Verfahren welches diese Eigenschaft ein wenig reduzieren kann, wird in der Beschallungstechnik "Wobbeln". Dieses kann entweder in der Signalverarbeitungsebene durch Modellieren von Übertragungsfunktionen erfolgen oder durch eine ständige Änderung der Verbindung von Mikrofon- und Lautsprecherpositionen realisiert wer-den. Für den IEM Cube sollte die Konzeption eines funktionstüchtigen Systems auf der Basis des Ambisonic-Verfahrens erfolgen. Die Änderung / Modulation der Übertragungsfunktionen kann dabei durch zeitlich variable Rotationsmatrizen realisiert werden. Auf der Basis von Ambisonic gibt es bereits theoretische Ansätze für eine 3D Verhallung. Dabei wird ein bestehendes reales oder synthetisches Schallfeld auf virtuelle Lautsprecher dekodiert. Diese Signale wer-den mit Raumimpulsantworten (IR) gefaltet, in den Ambisonic Domain rücktransformiert, dem bestehenden Schallfeld zugemischt und über die realen Lautsprecher wiedergegeben. Die IR können durch reale 3D Messungen gewonnen werden oder für künstlerische, experimentelle Zwecke durch unterschiedliche Hallprogramme ersetzt werden. Die Realisierung erfolgt unter Verwendung von PD und externen Hallgeräten (TC M5000).
URL http://phaidra.kug.ac.at/o:11853
BetreuerInnen Höldrich, R.