Abschlussarbeit

Zurück zur Liste

SIPI Loudness: Experimental Setup and Pilot Study for Loudness Perception in Cochlear-Implant Listeners with Short-Interpulse-Interval (SIPI) and Enhanced Pulse (ENH) Stimulation

AutorInnen Frohmann, L.
Jahr 2022
Art der Arbeit Toningenieur-Projekt
Themenfeld Psychoakustik
Schlagwörter Psychoakustik, Hörmodell
Abstract Cochleaimplantate (CI) ermöglichen tauben oder hochgradig hörgeschädigten Personen, durch die elektrische Stimulation des Hörnervs über ein Elektrodenarray in der Hörschnecke eine gewisse Form von Sprachverständlichkeit wiederzuerlangen. Signalprozessoren, welche die akustischen Signale aufbereiten und in elektrische Signale umwandeln, bedienen sich verschiedener Stimulationsstrategien, deren stetige Verbesserung Gegenstand der Forschung ist. Das Prinzip der Stimulation beruht im Allgemeinen auf periodischen Pulsketten mit hoher Pulsrate, welche mit dem Verlauf der Einhüllenden des akustischen Signals amplitudenmoduliert wird. Die Übertragung von wichtigen zeitlichen Informationen wie ITD (engl.: interaural time difference) oder ratenbasierter Tonhöhe (engl.: rate pitch) werden dabei vernachlässigt, da die dafür verantwortliche Feinstruktur eines akustischen Signals zu Gunsten besserer Sprachverständlichkeit (bedeutet hohe Trägerpulsraten) verzichtet wird. Ein Forschungsansatz am Institut für Schallforschung (ISF der ÖAW, Wien), der Verbesserungen in besagten Bereichen verspricht, ist der SIPI-Ansatz (engl.: short interpulse intervals) und bezeichnet das Einfügen von zusätzlichen Pulsen in eine Kette mit sehr kurzen Interpuls-Intervallen. Trotz der Vorteile könnten zusätzliche Pulse jedoch zu einem veränderten Lautheitseindruck bei den CI-Trägerinnen führen und somit die Umsetzbarkeit der Strategie in Frage stellen. Im Toningenieurs-Projekt SIPILoudness am ISF wurden in einer Pilotstudie Unterschiede in der Lautheitswahrnehmung von elektrischen Stimuli untersucht, welche mit SIPI-Pulsen sowie mit verstärkten Pulsen (ENH, enhanced) am Modulationsmaximum erzeugt wurden. Referenzstimuli enthielten weder SIPI noch ENH Pulse. Innerhalb des Frameworks ExpSuite wurde ein Adaptive Loudness Balancing Experiment implementiert, in welchem die 3-down-1-up Staircase Methode zur Anwendung kommt. Die Anwendung wurde von einer einseitig implantierten Versuchsperson auf ihre Funktionalität getestet. Die Ergebnisse der Tests werden aufbereitet und diskutiert, sowie die Effektivität und Praktikabilität der Staircase-Methode in diesem Zusammenhang beleuchtet.
URL https://phaidra.kug.ac.at/o:126976
BetreuerInnen Höldrich, R., Laback, B.