Abschlussarbeit

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Is Emotion more strongly affected by Gender or Motion?

AutorInnen Lehner, J.
Jahr 2013
Art der Arbeit Masterarbeit
Themenfeld Embodiment
Schlagwörter Perception of Emotion, Gender Differences, Biological Gender, Social Gender, Body Movement, Motion Capture
Abstract Vorurteile und gesellschaftliche Normen bestimmen oftmals unsere Werturteile speziell in Bezug auf Geschlechterstereotypen. Die Kommunikation von Emotionen erfolgt hauptsächlich über Körpersprache. Ausgehend von diesen Hyothesen und soziologischen und musikpsychologischen Studien, beschäftigt sich diese Arbeit mit geschlechter- und gender-spezifischer Wahrnehmung von gestisch vermittelten Emotionen in musikalischen Aufführungen von PianistInnen. Ziel war die Untersuchung des Einflusses des biologischen Geschlechts der MusikerInnen auf die Wahrnehmung der Intensität von vier Emotionskategorien (Zorn, Angst, Freude, und Trauer). Dazu wurde ein Experiment mit 32 Studierenden durchgeführt. Insgesamt wurden den VersuchsteilnehmerInnen 9 verschiedene stumme Videos von PianistInnen während des Spielens vorgeführt: Bei den Videos handelte es sich um Motion Capture Aufnahmen der Oberkörper von 3 unterschiedlichen PianistInnen in jeweils 3 Ausdrucksstärken. Jedes Video wurde insgesamt 5 Mal vorgespielt und wurde je zweimal mit einem männlichen und weiblichen Namen, sowie einmal mit einem geschlechtsneutralen Namen gekennzeichnet. Der vermutete Einfluss dieser Geschlechtszuschreibung konnte nicht bestätigt werden, vielmehr haben die Ergebnisse mit hoher statistischer Signifikanz gezeigt, dass ausdrucksstarke Bewegung die Wahrnehmung von Emotionen viel stärker beeinflusst als die Geschlechtszuschreibung über Namen. Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse kann außerdem keine klare Schlussfolgerung in Bezug auf die Sub-Thesen, dass die Bewertung von wahrgenommenen Emotionen von dem Geschlecht des/der PianistIn und/oder dem biologischen oder sozialen Geschlecht des/der ProbandIn abhängt, gezogen werden.
URL http://phaidra.kug.ac.at/o:11020
BetreuerInnen Eckel, G.