Abschlussarbeit

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Disembodiment in der Computermusik?

AutorInnen Meißnitzer, M.
Jahr 2010
Art der Arbeit Bachelorarbeit
Themenfeld Embodiment
Abstract Akustische Musik und Instrumente werden als komplett „embodied“ und „embodibar“ angesehen, das heißt sie werden sozusagen als Teil des Körpers des Musikers – werden eins mit dem Musiker – bzw. als dessen Erweiterung dessen angesehen. Der Computermusik wird dagegen oft Disembodiment, das Fehlen von Körperlichkeit in welcher Form auch immer, vorgeworfen. Diese Arbeit versucht zu klären, ob dieser Vorwurf gerechtfertigt und Computermusik weniger embodibar und körperlich als akustische Musik ist. Ist dies der Fall, soll darauf eingegangen werden wie sich dieses Disembodiment äußert. Zunächst wird der geschichtliche Hintergrund von Computermusik beleuchtet, um zu klären, ab welchem Zeitpunkt der Begriff des Disembodiments der Computermusik oder ihren Vorgängern überhaupt angeheftet werden kann. Danach werden vermeintlich charakteristische Aspekte des Embodiments bei akustischer Musik bzw. des Disembodiments bei elektronischer und Computermusik gesucht und untersucht. Dazu werden digitale Instrumente auf ihre Spielbarkeit, Performbarkeit und Ausdrucksfähigkeit (im Vergleich zu akustischen Instrumenten) überprüft und durch Heranziehen von verschiedenen Interfaces die Frage beantwortet, ob sich die getroffenen Annahmen in Bezug auf Disembodiment verfestigen bzw. widerlegen lassen. Hierbei wird auf verschiedenste Interfaces vom einfachen Keyboard über Bläser-Interfaces bis hin zu Video Tracking eingegangen. Zuletzt wird schließlich noch ein Vergleich von akustischen und digitalen Instrumenten angestellt, um herauszufinden, was Musiker von aktuellen digitalen Instrumenten halten und welche Anforderungen ein ideales digitales Instrument in der Computermusik erfüllen muss.
URL http://phaidra.kug.ac.at/o:11005
BetreuerInnen Eckel, G.