Abschlussarbeit

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Analyse von Raumimpulsantworten mit Richtungsinformation

AutorInnen Keller, B.
Jahr 2014
Art der Arbeit Toningenieur-Projekt
Themenfeld Spatial Audio
Abstract Parametrische Hallprozessoren verwenden üblicherweise Feedback-Delay-Netzwerke (FDN), die eine effiziente Steuerung der Erstreflexionen sowie der statistischen Eigenschaften des späten Nachhalls ermöglichen. Durch die räumlich-zeitliche Analyse raumakustischer Eigenschaften kann die Akustik ausgezeichneter Konzerträume überzeugend reproduziert werden. Die räumliche akustische Information wird typischerweise mit Mikrofon-Arrays aufgenommen, woraus die richtungsbezogenen Raum-Impulsantworten (DRIRs) gewonnen werden. Durch Faltung eines Mono-Signals mit den DRIRs kann nun ein Wiedergabesignal berechnet werden, das sich durch den gewünschten Raumklang auszeichnet. Das Wiedergabesignal kann hierbei für Higher Order Ambisonics (HOA), kopfhörer-basierte binaurale Stereophonie (unter Anwendung der Außenohrübertragungsfunktionen, HRTFs) oder andere Standardformate für die Audiowiedergabe berechnet werden. Optimierte Blockverarbeitungsalgorithmen ermöglichen die Wiedergabe der 3D Audiosignale in Echtzeit. Jüngste Entwicklungen erlauben die Veränderung des Nachhalls über perzeptive high-level Parameter anstelle der signalverarbeitungstechnischen low-level Parameter. Damit werden die auf Faltung basierten Raumsimulatoren zunehmend zum Nachfolger der Feedback-Delay-Netzwerke. In dieser Arbeit wird die Messung von DRIRs mit Kugelmikrofonanordnungen sowie deren Beschreibung und Verarbeitung im Wellenzahlspektrum erklärt. Die in der IRCAM EAC Forschungsgruppe entwickelten Algorithmen zur Unterdrückung von Störgeräuschen in gemessenen Raumimpulsantworten werden in dieser Arbeit auf DRIRs angewendet. Zudem werden Optimierungen in Bezug auf die Echtzeitfähigkeit vorgestellt.
BetreuerInnen Noisternig, M.