BATTLE *WIT VAN TEN NOISE VERSUS SINUS ÅRWALD*

Johannes Zmölnig, Michael Pinter-Koschell
2007

Künstlerisches Projekt - Festivalbeitrag

Michael Pinter-Koschell (live-electronic) & IOhannes Zmölnig (live-electronic) am Samstag, 21.04.2007, 19:00 Uhr im ESC / LABOR im Rahmen des V:NM Festivals.

Zwei elektronische Künstler liefern sich einen Klangkampf. Programmiert wird in Echtzeit mit Pure Data. Die Ansätze sind unterschiedlich. Der eine arbeitet in Richtung Sinus, der andere in Richtung dekonstruktiver Noise.

Physikalisch gesehen ist ein Klang eine mehr oder weniger regelmäßige Luftdruckschwankung. Nach DIN 1320 ist ein Ton in der Akustik immer ein Sinuston. Jeder Klang kann in einzelne Teiltöne zerlegt werden, der einzelne Sinuston ist somit die Reduktion des Klanges auf ein Minimum.

Sinus Årwald zieht unter Anwendung additiver Synthese in den Kampf. Neue Klänge werden durch Überlagerung und Mischen reiner Sinusklänge erzeugt, es entstehen rotierende Raumresonanzen.

Dekonstruktion hingegen nimmt das Behauptete zur Kenntnis, um sich dann sogleich darauf zu konzentrieren, was dieses Behauptete alles nicht behauptet, auslässt und verneint. Wit van ten Noise richtet den Fokus demnach auf das Nichtgesagte, dem abstrakten Geräusch, das nur selten referenziert. Dieses soll herausgestellt und konzentriert in die Schlacht geworfen werden.

Gespielt wird über ein und dieselbe quadrophonische Anlage. Während der Performance soll dieses Spannungsfeld zwischen Reduktion und Nichtgesagtem auch visualisiert werden.