Künstlerische Forschung

Künstlerische Forschung

Künstlerische Forschung operiert mit Formen des Wissens, die mit Methoden wissenschaftlicher Forschung alleine nicht fassbar sind. Dazu gehört das implizite Wissen, auf dem künstlerische Praxis basiert sowie das Wissen, das sich in den Resultaten künstlerischer Praxis manifestiert und für dessen Vermittlung die Erfahrung des Kunstwerks notwendig ist. Künstlerische Forschung sucht nach alternativen Möglichkeiten, diese Formen des Wissens zu kommunizieren. Im Bereich der Computermusik kann dieses Bestreben auf eine lange Tradition zurück blicken, die bis in die Entstehungszeit der Elektronischen Musik und der musique concrète in den 1950er Jahren zurück reicht.

Klang und Raum

In unserer Erfahrung sind Klang und Raum untrennbar. Der Klang wird vom Raum geformt in dem er erscheint. Der Raum erscheint durch den Klang, der sich in ihn ausbreitet. Dass beide in der Computermusik üblicherweise getrennt behandelt werden, soll mit den Projekten dieses Themenfelds überwunden werden.

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Embodiment

Embodiment (oder: wie sich der Körper in ein Musikinstrument erstreckt) wird besonders im Zusammenhang mit digitalen Musiksystemen zu einem zentralen Thema, da mit diesen die Beziehung zwischen körperlicher Bewegung und Klangerzeugung zum Gegenstand musikalischer Komposition gemacht werden kann. Wir sprechen dann von komponierten Instrumenten.

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Algorithmische Komposition

Die Algorithmische Komposition befasst sich prinzipiell mit der Generierung musikalischer Struktur auf einer symbolischen Ebene und hat eine jahrhundertelange Tradition nicht nur in der abendländischen Musikgeschichte. An aktuellen Paradigmen sind u.a. Generative Grammatiken, Transitionsnetze, Genetische Algorithmen, Zellulare Automaten, Neuronale Netze und einige Verfahren der künstlichen Intelligenz zu nennen.