Abschlussarbeit

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Auditory Perception of Spatial Extent in the Horizontal and Vertical Plane

AutorInnen Weger, M.
Jahr 2016
Art der Arbeit Masterarbeit
Themenfeld Psychoakustik
Abstract In dieser Arbeit wurde untersucht, inwiefern räumliche Klangwiedergabe dazu beitragen kann, einen Eindruck von horizontaler, sowie vertikaler räumlicher Ausdehnung von Schallereignissen zu erzeugen. Dazu wurde die wahrgenommene räumliche Ausdehnung in Horizontalsowie Medianebene in Abhängigkeit von zwei Algorithmen, drei Typen von Stimuli, sowie drei verschiedenen räumlichen Verteilungen individueller Lautsprecher ermittelt. Unterschiedliche Ansätze zur Synthese von räumlich ausgedehnten Schallquellen wurden miteinander verglichen: Einerseits ein zeitbasierter Algorithmus, der auf Granularsynthese basiert, und die einzelnen Grains auf unterschiedliche räumliche Positionen verteilt. Andererseits ein frequenzbasierter Algorithmus, bei dem komplementäre Frequenzbänder eines monophonen Eingangssignals räumlich verteilt werden. Zwei der verwendeten Stimuli wurden durch einen Granularsynthese Algorithmus generiert: Einerseits mit Klangmaterial, welches zu einem Eindruck von starkem Regen führt, andererseits mit Dirac Impulsen anstelle von Grains, resultierend in einer zeitlichen Abfolge von Impulsen. Als dritter Stimulus wurde weißes Gaußsches Rauschen verwendet, wobei anstelle des zeitbasierten Algorithmus eine räumliche Verteilung von statistisch unabhängigen Rauschsignalen generiert wurde. Im beschriebenen Experiment wurden separat sowohl absolute Schätzungen der wahrgenommenen räumlichen Ausdehnung, als auch Paarvergleiche zwischen Darstellungen unterschiedlicher räumlicher Ausdehnung durchgeführt. Im Vergleich zu früheren Studien wurden Schallquellen kleineren Maßstabs verwendet, wie sie für eine Anwendung im Bereich gestenbasierter Interaktion oder bei auditorischen Displays als sinnvoller erachtet werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Verteilungen der Einschätzungen horizontaler Ausdehnung für alle Stimuli des Experiments systematisch mit der physikalischen Ausdehnung variierten. Der zeitbasierte Algorithmus führte, unabhängig von räumlicher Orientierung, zu signifikant größer wahrgenommener Quellbreite, als der frequenzbasierte Algorithmus. Die räumliche Audehnung in der MedianEbene wurde von den Probanden stark unterschätzt und Einschätzungen der räumlichen Ausdehnung waren ungenau und variierten weniger systematisch mit der physikalischen räumlichen Ausdehnung. Die Ergebnisse der absoluten Schätzungen der wahrgenommenen räumlichen Ausdehnung stimmten mit nahezu sämtlichen Informationen, welche aus den Paarvergleichen gewonnen werden konnten, überein.
URL http://phaidra.kug.ac.at/o:34884
BetreuerInnen Marentakis, G.